Kurse

Das Prinzip 80 : 20 Psychologie

Das Prinzip der Einfachheit

An alle die „Fridolin“ noch nicht kenne sei die erste Lektion ans Herz gelegt. Es handelt sich bei ihm um den imaginären alter ego, welcher sich als Beispieltrader durch die Börsenpsychologiesektion der BörsenUni schlängelt. Fridolin saß wieder einmal vor seinem Rechner und betrachtet angespannt die Kurse. Er verstand sich inzwischen ziemlich gut im Papertrading und Mustererkennen. Auch sah das sein Depotkonto ganz ähnlich. Hier summierten sich zwar die Anzahl der Fehlinvestitionen, aber der Betrag des Gewinns vermochte es, dies bei weitem auszugleichen. Aber das reichte Fridolin noch nicht. Er wollte sein Ergebnis optimieren. Anfangs probierte er es, indem er sich neue Börsenlektüre zulegte. Hier las er einige gute Ansätze über Indikatoren und wie man sie interpretierte. Fasziniert rechnetet er sie durch und dachte sich: „Die Indikatoren sind wirklich zur Gewinnoptimierung gut. Diese werde ich beim nächsten mal mit einsetzen“. Gesagt getan. Er setzte sie mit ein. Doch der Erfolg blieb aus. Es wurde ein negativ-Trade. Enttäuscht wandte er sich einer anderen Lektüre zu. Dabei ging es um Oszillatoren. Fein dachte sich Fridolin. Jetzt geht’s los. Das ist ja noch besser, als jeder Indikator. Machte sich ans Werk – und siehe da – der erste Trade war ein Erfolg. Der zweite jedoch nicht. Und auch der dritte ging daneben.


Wiederum verteufelte Fridolin sein neu entdecktes System und überlegte. Wenn ich nun das Wissen, was ich über Indiaktoren gesammelt habe, mit meinem neuen Wissen aus Oszillatoren mische, kann ich den übermächtigen Super-Fridolin-Indikator programmieren, so dass ich noch besser werde. Also machte er sich sogleich ans Werk. Nach ein paar Überlegungen und einiger Zeit vor dem Rechner kam er zu einem Ergebnis. Ein verwirrendes Konstrukt aus Linien und Balken blinkte im Tackt der Kursveränderung auf dem Bildschirm. Sein Super-Duper-Irgendwas war fertig. Fridolin war mächtig stolz auf sich. Und siehe da. Ja, der erste Trade war positiv. Und der zweite war noch besser. Von sich selbst überzeugt, glaubte Fridolin den Wunderindikator gefunden zu haben und setzte ihn nun fleißig ein. Bis zum Dritten Tag. Da funktionierte es plötzlich nicht mehr. Und der Gewinn schmolz und schmolz. Bis er weniger hatte, als vor der Programmierung seines Indikators. Er stand wieder ganz am Anfang. Und hatte zudem noch weniger Kapital zur Verfügung.

Aber was hatte er falsch gemacht?

Einst beschrieb Vilfredo Pareto sein Paretoprinzip. Dies besagt im Groben, dass 80% dessen, was wir erreichen oder an Output zur Verfügung steht, durch 20% Aufwand, bzw. Input entsteht. Als allgemeines Beispiel diene folgendes Bild. 80% der Menschen in Deutschland, wohnen in 20% der Orte. Der Rest wohnt in weniger dicht besiedelten Ortschaften und Dörfern. Übertragen auf unser Beispiel können wir damit ableiten, dass wir 80 % unseres Ertrages mit 20 % der Energie erwirtschaften. Dies hilft dem armen Fridolin recht wenig, denn er will ja die 20 % des fehlenden Ertrages verbessern. Dazu ist jedoch wieder eine Betrachtung dessen, was er erreichen will, notwendig. Er muss schließlich sehr viel Arbeit hineinstecken, um die 80 % zu steigen. Von dieser Arbeit ist jedoch wieder die Verteilung mindestens 80 – 20. Dies ist ein immer währender Kreislauf. Grund dafür ist die ständige Zunahme der Komplexität bei seiner Methode. Erst möchte er mit einem Indikator erfolgreich sein. Dann kommt ein Oszillator ins Spiel. Und letztendlich programmiert er seinen eigenen Indikator. Dieser ist womöglich noch mit Kursdaten der letzten Wochen getestet wurden und an diese Kurschwankungen angepasst. Er hat sich demzufolge in die falsche Richtung gewendet, um erfolgreicher zu sein. Besser wäre er mit einer Analyse seiner Stärken bei der Kursanalyse gekommen. Denn in der Einfachheit der Dinge liegt auch heute noch, ganz nach dem Ei des Columbus (Redensart, welche besagt, das vor allem die einfachen Lösungen für ein Problem, am schwersten zu finden sind), das Geheimnis.

 

Mit diesem Ansatz kann Fridolin sich nun neu an das Werk begeben. Er hatte nämlich während seiner ganzen „Neuorientierung“ und dem Streben nach Profit, seine eigentliche Stärke, das Mustererkennen außer Acht gelassen. Als er sein Tradingtagebuch aufschlägt und sich seine vorangegangen Trades anschaut, merkt er folgendes. Fridolin schafft es, fast jede W-Umkehr-Formation mit positivem Abschluss zu traden. Als er das erkannt hat, weiß er, wo er ansetzen muss. Fridolin schreibt sich wieder einen Indikator. Diesmal jedoch, in dem angezeigt wird, wann eine W Formation entstehen kann und wie das Kurs-Ziel-Verhältnis ist. Mit diesem schnellen Werkzeug, kann er nun einfach ganze Kurslisten durchschauen und relevante Aktien dann noch einmal genauer anschauen. Durch diese Maßnahmen konnte er 25 % mehr Trades eingehen. Dadurch hat sich der Handel auf Grund anderer Signale eingeschränkt und er konnte einen Anstieg nach Pareto von 91 zu 9 verbuchen. Was kann man mit dieser Information anfangen? Wenn Sie sich einmal fragen sollten, warum Sie Verlust machen, oder auch Ihre Performance erhöhen wollen. Befassen Sie sich vorrangig mit dem was sie gut können. Nicht nur, dass Sie dadurch enorm Zeit sparen, da Sie nicht bei Null anfangen. Nein! Die Grundkenntnisse bieten Ihnen hier für Ihre zukünftigen Erfolge eine Art Zinseszins. Denn eine Methode um 15% zu verbessern, welche bereits zu 80% optimiert ist, katapultiert sie auf 92%. Hingegen schaffen Sie in der selben Zeit nur 11,5%, wenn Sie bei einer neuen Methode mit 10 % Optimierung einsteigen. Und glauben Sie mir. Es gibt kaum Methoden, welche bis aufs Optimum ausgereizt wurden. Fassen Sie sich ein Herz. Jagen Sie nicht ihren Schwächen hinterher. Zeigen Sie Stärke. Verbessern Sie sie! Herzlichst,

Ihr Martin Görner

Das Prinzip 80 : 20
0 votes, 0.00 avg. rating (0% score)
Loading Facebook Comments ...

Recent Comments

  1. Wholesale Cheap 2014 World Cup Soccer Jerseys

    Cheap jerseys outlet online for 2014 World cup.Cheap Offers fifavip2014.com Online shopping jerseys for 2014 FIFA.Jerseys sale online at low price!Great Enjoy Jerseys Order!When we talk about Spain, this nation is famous for its sports activities and the variety is endless. One can find various colours, designs and style easily in the market as well as in website store. These jerseys are available in red, white, blue and yellow colours and one of the much-loved jerseys in Spain is of David Villa jersey, which is available in white colour. The reason behind its popularity is the logo of the game and is embroidered on the right side.

Leave a Reply